Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt

„Alltagsradwege für unsere Region“

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Bilder vom Demo-Tag und Aufbau der Zusagen-Tafel

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Die Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere Region“ im nördlichen Weimarer-Land hat seit ihrer Gründung am 07. September 2008 durch ihre Aktivitäten den Alltagsradwegebau bei den verantwortlichen Landespolitikern ins Blickfeld gerückt. Thüringen hat 2009 eine Broschüre über den Ausbau des Tourismus-Radwegenetzes herausgegeben, aber mit keinem Wort das Alltagsradwegenetz erwähnt. Mehrere tödliche Radunfälle in unserer Region machen aber den Ausbau von Alltagsradwegen dringend erforderlich. Berlstedt ist nicht nur das Zentrum der Verwaltungsgemeinschaft mit 13 Orten und 5000 Einwohner, sondern in Berlstedt befinden sich mit der Grund- und Regelschule, den medizinischen Einrichtungen, der Apotheke, dem REWE Markt, der Raiffeisenbank, den Gewerbebetrieben usw. wichtige Versorgungs- und Produktionseinrichtungen. Das Kulturhaus Berlstedt ist kulturelles Zentrum für die Region. Unsere Kinder erhalten in der Grundschule Verhaltensregeln zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Sie können diesen Befähigungsnachweis jedoch nicht nutzen, weil das Radfahren auf den öffentlichen Landesstraßen zu gefährlich ist. Die Eltern müssen aus Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder das Radfahren verbieten. Insgesamt fehlen 9,5 km Radwege in unserer Region, um auf notwendigen straßenbegleitenden Wegen sicheren Radund Fußgängerverkehr zu ermöglichen. Viele Bürger würden umweltschonend vom Auto auf das Rad umsteigen, zumal auch der öffentliche Personennahverkehr immer weiter reduziert wird.

Aktion für Radwege vor dem Rewe-Markt in BerlstedtDie Bürgerinitiative hat einen positiven öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut und konstruktive Vorschläge zur Umsetzung eines Alltagsradwegekonzepts unterbreitet. Einmalig im Freistaat Thüringen wurde mit Beharrlichkeit das Ziel verfolgt, sichere Alltagsradwege in der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt zu schaffen. Am 03. März 2009 fand in Anwesenheit von Sozialministerin Lieberknecht und Wirtschaftsminister Wucherpfennig im Kulturhaus Berlstedt ein Einwohnerversammlung ausschließlich zum Radwegebau statt.

Über 350 Bürger kamen zur Veranstaltung. Die anwesenden Politiker hörten sich 11 konstruktive Beiträge von Bürgern an. Minister Wucherpfennig nahm den dringenden Bedarf für Radwege aus der Beratung mit. Er versprach, vorbehaltlich der Landtagszustimmung, die Finanzmittel für den Radewgebau von 1,3 auf 4,5 Mill. € zu erhöhen. Das Medieninteresse war groß. Das Fernsehen berichtete noch am selben Abend. In den Regionalzeitungen wurde am folgenden Tag ausführlich über die Veranstaltung berichtet.
In den folgenden Monaten kam eine, in dieser Form einmalige Zusammenarbeit zwischen den Landesbehörden zu Stande.

Am 9. August 2009 wurde eine Großdemo auf dem REWE Parkplatz in Berlstedt vereinbart. Hier sollten erste Ergebnisse der Landesregierung vorgelegt und der Bürgerinitiative eine Antwort auf offene Fragen gegeben werden. Außerdem fand die Großdemo mit 600 Teilnehmern auch vor den Thüringer Landtagswahlen statt. Die Bürgerinitiative hat so eine Großveranstaltung erstmalig organisiert. Vieles musste beachtet werden, für alles gab es Verwaltungsvorschriften. Die Veranstaltung wurde wieder ein Höhepunkt für unsere Region. Eine kostenlose Geschenktombola, die durch Gaben vieler Fahrradgeschäfte aus Erfurt, Weimar, Apolda und Sömmerda ermöglicht wurde, bereicherte die Veranstaltung. Zum Gelingen trugen auch der Grundschulchor, die Trommler und der Posaunenchor bei.

Punkt 12.00 Uhr bekamen die Politiker Gelegenheit, max. 5 Minuten zum Thema Politiker haben 5 Minuten Redezeit

Radwege zu sprechen. Die verantwortlichen Landespolitiker machten Zusagen, die voll mit den Zielen der Bürgerinitiative übereinstimmten.

Bau der Zusagen-TafelIhre Zusagen für die einzelnen Jahre 2009 bis 2013

haben wir auf einer großen Tafel am REWE Parkplatz für jeden sichtbar festgehalten.

 

-                                      Schild des Demo-Tages

   


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Hier einige Artikel der Thüringischen Landeszeitung zur Großdemo. PDF Datei - Sie benötigen den Adobe Acrobat Reader  Download 

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Und auch bundesweit wurde unser Projekt bekannt, beim deutschen Fahrradpreis 2009 wurden wir als ein Projekt der Woche aufgenommen, zu finden unter:

http://www.best-for-bike.de/2008/inhalt/12_07_pdw.html


Der erste Radweg ist geschafft! 

Am 27. November 2010 trafen sich erneut aktive Mitglieder und Befürworter der Bürgerinitiative "Alltagsradwege für unsere Region", um nach ca. zwei Monaten Bauzeit die offizielle Eröffnung des Radweges zwischen Berlstedt und Neumark zu feiern.

Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch den Spatzenchor der Grundschule Berlstedt begrüßte Frau Radziejewski, als treibende Kraft der Bürgerinitiative, pünktlich um 10.00 Uhr bei frostigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein, alle Anwesenden, unter denen sich auch einige prominente Gäste befanden: Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht, die zusammen mit ihrem Mann und ihren Enkel­kindern anzutreffen war, den Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag Mike Mohrung, Herr Irmer vom Bauministerium, den Leiter des Amtes, und den Vor­sitzenden des Verbandes für Flurneuordnung, Herr Geßner und Herr Lewandowski, Herr Regenhardt vom Kreisverband der SPD, die Macher vom Straßenbauamt Mittel­thüringen, Frau Riske von der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt, Frau Bürgermei­s­terin Engel sowie die Gemeinderäte und vor allem Baumeister und Diplom-Ingenieur Herr Kowalski vom Baubetrieb aus Sachsen-Anhalt, dem wir nach Frau Radzie­jewskis Worten den Radweg eigentlich zu verdanken haben. Und selbst Bob der Baumeister "aus dem Kinderland" ("Den sollte man kennen" – so die Erklärung von Frau Radziejewski) hatte sich an diesem Samstagmorgen nach Berlstedt begeben, um seiner Dankbarkeit über den neu erbauten Radweg Ausdruck zu verleihen.

Auch Frau Gerber von der Berlstedter Kindertagesstätte "Spatzennest" machte ihre Freude deutlich: "Die Sonne lacht, so lacht auch mein Herz!". Sie berichtete, dass die Kinder ihrer Einrichtung die Bauarbeiten in einer Mappe dokumentiert haben, die bei Interesse von nun an in der Heimatstube zu finden sein wird.

Für Frau Lieberknecht und Herrn Mohring hatte Frau Radziejewski dank ihres char­manten Einfallsreichtums ein ganz besonderes Geschenk: handgestrickte Strümpfe, als "Sparsocken" oder auch um "sich auf die Socken zu machen", in der Hoffnung, dass wir nicht lange auf den nächsten Radweg warten müssen. Außerdem ließ sie uns gekonnt von Bob dem Baumeister ausrichten, dass so ein Radweg ja  auch sauber gehalten werden muss und außerdem einen Rastplatz bräuchte.

Für die Chorkinder gab es Seifenblasen mit dem sanften Hinweis: "Kinder dürfen Seifenblasen machen, nur wir nicht!" Wahr gesprochen von Frau Radziejewski, die Bauunterlagen für die Fahrradwege nach Stedten und Ottmannshausen befinden sich zumindest schon in der Gemeinde, auch wenn das noch keine Garantie für den tatsächlichen Bau ist.

Nachdem Herr Utterodt zum "Radwegsbeauftragten der VG Berlstedt" ernannt und das klassische rote Band zur Freigabe des Weges durchgeschnitten wurde, begaben sich alle Anwesenden zum Schießplatz, um den Vormittag bei einer kleinen Stärkung mit Kaffee oder Glühwein ausklingen zu lassen.

Herzlichen Dank gilt allen Sponsoren, dem Berlstedter Schützenverein, der seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und den Neumärker und Berlstedter Frauen, die sich liebevoll um die Bewirtung der Gäste kümmerten, sowie all jenen, die die Bürger­initiative unterstützen.

Lisa Reifert

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Rastplatz am Radweg Berlstedt-Neumark

Seit April 2011 wird der Radweg Berlstedt-Neumark durch einen Rastplatz am Ortsausgang Berlstedt ergänzt.

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Rastplatz Radweg Berlstedt-Neumark

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Die Planung für den Radweg Berlstedt - Stedten läuft, am 12.01.2011 informierte das Straßenbauamt in einer öffentlichen Veranstaltung zum Planungsstand. Nähere Informationen sind diesem Artikel der Thüringer Allgemeinen vom 14.01.2011 zu entnehmen:  PDF Datei - Sie benötigen den Adobe Acrobat Reader  Download


Kontakt zur Bürgerinitiative:

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Helga Radziejewski
An der Spitze 5
99439 Berlstedt
036452 / 72554


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